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Schloss Plötzkau

Plötzkau ist eine Gemeinde im Salzlandkreis und liegt südwestlich von Bernburg an der Saale.

Im Jahr 1049 erfolgte die erste urkundliche Nennung der hochmittelalterlichen Burg Plötzkau in den Annales Saxo sowie den Annales Magdeburgenses. Im Jahr 1069 erschien als erster Plötzkauer Burgherr Bernhard I. aus dem Geschlecht der Herren von Kakelingen/Hecklingen. Er gründete ein Benediktinerkloster im nahegelegenen Kakelingen. Bernhards Sohn Dietrich wurde urkundlich als Graf von Plötzkau genannt. Es wird vermutet, dass die Errichtung der Grafschaft Plötzkau im Zusammenhang mit der Burgenpolitik Heinrichs IV. stand.

Helperich war der Sohn Dietrichs und erhielt im Jahr 1112 die Nordmark als Lehen von Kaiser Heinrich V.. Im Ergebnis der verlorenen Schlacht am Welfesholz durch die Kaiserlichen konnte er seine Ansprüche aber nicht durchsetzen. Helperichs Sohn Konrad wurde allerdings im Jahr 1130 wiederum mit der Nordmark belehnt. Auch dieser konnte seinen neu gewonnen Besitz nur 3 Jahre genießen, denn er fiel 1133 beim Italienfeldzug Kaiser Lothars III.. Das Erbe trat Konrads Bruder Bernhard II. an. Dieser starb 1147 auf dem Kreuzzug der Ordensritter unter Führung Konrads III. in Kleinasien. Er war der letzte Plötzkauer Graf; da beide Brüder wie auch ihre Schwester Irmgard kinderlos starben, war das erste Plötzkauer Grafengeschlecht ausgestorben.

Um das Erbe der Plötzkauer Grafen entbrannte ein erbitterter Streit zwischen Markgraf Albrecht dem Bären und dem Sachsenherzog Heinrich dem Löwen. Im Kampf der Askanier gegen die Welfen zerstörte 1139 der Erzbischof Konrad von Magdeburg die Burg. Diese wurde aber sehr bald wieder aufgebaut, denn bereits im Jahr 1152 war die Burg im Besitz von Albrecht dem Bären. Nach dem Tod von Albrecht verblieb Plötzkau im Besitz der Askanier.

Später gelangte Plötzkau unter die Lehensherrschaft des Stiftes Gernrode. Die Gernröder setzten die Ministerialen aus den Familien von Hoym und von Freckleben als Lehensnehmer ein. Das Ministerialengeschlecht von Plötzkau entstammte möglicherweise einer dieser Familien.

Im Jahr 1435 kam die Burg unter Bernhard IV. an das Fürstentum Anhalt-Bernburg; er zog nach einem Vergleich Plötzkau als erledigtes Lehen ein.
Im Jahr 1554 wurde der üble Zustand der Burg erwähnt. In den Jahren von 1566 bis 1573 erfolgte daher der Neubau eines Renaissance-Wohnschlosses unter Einbeziehung der Grundmauern, der Kellergewölbe sowie verschiedener Bauteile der Untergeschosse der romanisch-gotischen Rundburg. Das Schloss wurde mit 70 bewohnbaren Zimmern, einem prächtigen Fürstensaal mit einem wertvollen Sandsteinkamin und einem streng geheimen Gemach ausgestattet. Die Dächer sind mit 21 kunstvoll verzierten Zwerchhäusern (Giebel) verziert und der Turm wurde auf 37 Meter erhöht.
 

In Nachbesserung der anhaltischen Erbteilung von 1606 erhielt Fürst August von Anhalt im Jahr 1611 die Herrschaft Plötzkau aus dem Fürstentum Anhalt-Bernburg von seinem Bruder Christian I.. August begründete dort eine eigene fürstliche Linie (Fürstentum Anhalt-Plötzkau). So entstand das kleinste Fürstentum Anhalts, mit einer Gesamtgröße von 40 Quadratkilometern, eigener Münze und Gerichtsbarkeit. Auch erfolgten Umbauten an den Schlossgebäuden im Zeitgeschmack des Barock.

Nach dem Tode Augusts diente das Schloss ab 1655 verschiedenen Fürstenhäusern Anhalts als beliebter Wohn- und Aufenthaltsort. Im Jahr 1665 stirbt die Linie Anhalt-Köthen aus, die Herrschaft Köthen fällt laut Erbvertrag an den Fürsten von Plötzkau. Später kam das Schloss an die Linie Bernburg-Harzgerode und 1709 fiel es durch Erbfall an die Linie Anhalt-Bernburg.

1720 trat Fürst Karl Friedrich die Regierung in Bernburg an. Sein Sohn Victor Friedrich residierte auf Schloss Plötzkau. Es wurden weitere barocke Umbauten durchgeführt. Die Innenräume stattete man luxuriös aus. Der Burggraben erhielt eine neue Funktion als Hunde- und Hirschgraben. Die wirtschaftliche Nutzung der Herrschaft erfolgte durch die Einrichtung einer Domäne.

Doch bald endete die Nutzung als repräsentative Fürstenresidenz. Schon 1741 vermeldete man die Einrichtung einer Lackwarenfabrik für Japanische Lackmalerei, etwas später kam noch eine Tabakwarenfabrik in den Schlossräumen hinzu. Es begann der traurige Abstieg dieses schönen Renaissanceschlosses in eine ungewisse Zukunft.

Von 1840 bis 1874 nutzte man die Schlossgebäude als Straf- und Besserungsanstalt. Ab 1884 wurde es Bestandteil der Domäne. Im 19. Jahrhundert wurden die charakteristischen 21 Giebelgauben immer schadhafter, von denen eine 1833 einstürzte. Deshalb wurden von 1865 bis 1870 alle Giebelgauben für 4000 Taler durchgreifend saniert und erneuert.

Nach 1945 diente das Schloss Flüchtlingen als Wohnung. Später wurden die Schlossräume vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle als Depot genutzt.

Im Jahr 1996 ging die Schlossanlage in das Eigentum der Stiftung „Dome und Schlösser“ des Landes Sachsen-Anhalt über und im Jahr 2000 gründete sich der Verein „Schloss Plötzkau e.V.“

Heute ist das Schloss grundlegend saniert und stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar. Besonders die Dauerausstellungen locken Gäste aus nah und fern an: 7000 Jahre Landwirtschaft; Kreuzritterausstellung, archäologische Funde der Region sowie das Turm-Museum. Auch für Kinder gibt es interessante und abwechslungsreiche Angebote.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Plötzkau

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos