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Schloss Lodersleben

Lodersleben ist eine sehr alte Ortschaft etwa 4 km westlich von Querfurt, an der Landstraße 219 von Querfurt nach Sangerhausen. Der Ort, der bereits im zwischen 881 und 899 entstandenen Hersfelder Zehntverzeichnis als Ludelsleba im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist heute ein Ortsteil von Querfurt. Das Grundwort „leben“ im Ortsnamen lässt darauf schließen, dass diese Siedlung schon lange vor der Zeit Karls des Großen bestanden hat.

Im Geiseltal aufsteigend erhebt sich die sogenannte Querfurter Platte nach Westen zu, um vor Lodersleben abzubrechen, nach dem Abbruch des Muschelkalks steigt die mit lehmig-tonigen Sandböden bedeckte Buntsandsteinplatte leicht an, um an der „Hohen Linde“ im Ziegelrodaer Forst 298 Meter NN nach der Unstrut wieder abzufallen. Im Tal der Querne liegt Lodersleben.

Anfang des 11. Jahrhunderts baute sich Graf Wilhelm aus dem Geschlecht der Grafen von Querfurt die „Ludersburg“ drei Kilometer westlich von Lodersleben und wurde so von seinen Zeitgenossen spöttisch „König von Lodersleben“ (rex des Lutisleve) genannt. An den Wällen, Gräben, Terrassen und den bis in die Fundamente abgetragenen Mauern ist noch zu erkennen, wie ein mittelalterlicher Adelssitz ausgesehen hat.

Der Bau des Schlosses Lodersleben wurde im Jahr 1740 durch Nikolaus Bartholomäus Michael von Danckelmann auf dem Gut in Auftrag gegeben, dass einstmals das Gut der Herren von Marschall war. Der Baumeister David Schatz führte den Barockbau aus. Zuvor, im Jahr 1722, hatte er zwei der drei Rittergüter in Lodersleben erworben und wurde dort Patronatsherr. Danckelmann war Staatsminister und Regierungspräsident des Herzogtums Magdeburg unter Kanzler Gottfried von Jena. Nach seinem Tode trat sein Sohn Carl Ludolph von Danckelmann die Nachfolge als Patronatsherr an, der zuletzt preußischer Staatsminister war.

Das Gutsschloss kam im Jahr 1812 in den Besitz der Familie von Brenn. Um 1857 wurden die Herren von Kotze Eigentümer, die aus einem alten obersächsisch-magdeburgischen Adelsgeschlecht stammten. Im 19. Jahrhundert lebte der bekannte Historiker Leopold von Ranke im Schloss. Rankes Tochter Maximiliane heiratete in die Familie von Kotze ein, was wohl Vater Leopold die Möglichkeit eröffnete auf Gutsschloss Lodersleben zu leben und seiner wissenschaftlichen Arbeit nachzugehen.

Im Jahr 1929 kam das das Schloss an die Herren von Schulenburg. Als diese nach dem Krieg enteignet wurden und in die West-Zone flüchteten wurde das Schloss in eine Schule um funktionalisiert. Die Innengestaltung ist in dieser Zeit entsprechend verändert worden, ohne dass die ursprüngliche räumliche Gliederung dabei zerstört worden wäre. Allerdings wurden notwendige Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen nicht durchgeführt, was dazu führte, dass sich das Schloss nach der Wiedervereinigung in problematischem Zustand befand.

Im Jahr 1997 wurde mit aufwändigen Restaurierungsarbeiten begonnen, die vom Dach bis zum Kellergewölbe reichten. Dank liebevoller Detailarbeiten – Stuckarbeiten, Fresken- und Trompe-l’œil – vermittelt das Schloss heute wieder ein barockes Erscheinungsbild.

Das Schloss Lodersleben ist in privatem Besitz und wird als „Pension mit Charme“ betrieben. Dank seiner großzügigen Räumlichkeiten- mit Nobles und Flair- ist es der ideale Ort für Feiern und Events. Besonders zum Heiraten bietet sich das Gutsschloss an. Der unmittelbar an die Gebäude anschließende Schlosspark, mit seinem seltenen und alten Bestand an Bäumen und Sträuchern bildet eine wunderbare Kulisse für romantische Hochzeitfotos. Aber auch die Pensionsgäste werden an diesem Park ihren Gefallen finden.

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
180 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
14 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
136 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos