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Schloss Langenstein

Der zur Stadt Halberstadt gehörende Ort Langenstein wurde erstmals im Jahr 1151 erwähnt. Im Jahr 1154 errichtete Bischof Ulrich von Halberstadt auf dem Langen Stein, einem Teil des Hoppelberges, eine weitläufige Burganlage (siehe Burgen und Schlösser der Harzregion Band 3).

Mit Beginn der Neuzeit hatte diese Burganlage endgültig ihre strategische Bedeutung verloren und begann zu verfallen. Um 1645 hatte die Bevölkerung die Anlage vollständig abgerissen und das Baumaterial anderen Zwecken zugeführt.

Das Gut Langenstein, das einst angelegt wurde zur Versorgung der Burg, wurde am 12. März 1776 nebst Ortschaft an die gebürtige Italienerin Freifrau Maria Antoinette von Branconi verkauft. Im jungen Alter von 12 Jahren wurde sie mit Johannes Josephus Pessina de Branconi verheiratet. Mit nur 20 Jahren schon Witwe., war sie von 1767 bis 1777 Mätresse des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig. Freifrau von Branconi galt zu ihrer Zeit als schönste Frau Deutschlands und sie war eine enge Freundin Johann Wolfgang von Goethe.

Zwischen 1777 und 1783 ließ sie das barocke Schloss errichten. Nach dem Bruch mit dem Erbprinzen war sie bereits 1777 nach Langenstein gezogen. Die Freifrau war in der Folge viel in Frankreich, Italien und der Schweiz auf Reisen. Letztmals in Langenstein war sie im Jahr 1791 – sie starb 1793 in Italien.

Das Schloss Langenstein hatte in der Folgezeit mehrere Besitzer. Am 19.4.1855 kaufte Oberamtmann August Wilhelm Rimpau Ort und Schloss Langenstein. Er nahm einige bauliche Veränderungen am Schloss vor und ließ den Schlosspark auf einer Fläche von ca. 20 Hektar im Stil eines englischen Landschaftsparks vom Landschaftsgärtner Eduard Petzold umgestalten. Der Park ist Heimat zahlreicher seltene und auch exotischer Pflanzen und Gehölze.

Ende des 19. Jahrhunderts lies sein ältester Sohn Arnold Diedrich Wilhelm Rimpau, selbst Landwirt und Pflanzenzüchter,  den Park zum ersten Mal ausholzen und nachpflanzen. Dabei hielt er sich an die Pläne von Petzold und lies auch Beete nach dessen Vorbild anlegen. Sein Grab findet man im Landschaftspark.

Die Familie Rimpau wurde 1945 im Zuge der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone enteignet. Ab 1946 wurde das Schloss Langenstein als Heilstätte genutzt. Seit 1998 ist im Schloss ein Therapiezentrum für autistische Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene untergebracht. 

Der Park kann besichtigt werden und ist frei zugänglich.


Der denkmalgeschützte Schlosspark Langenstein soll gerettet werden

Der Schlosspark am Schloss Langenstein nahe Halberstadt ist ein eindrucksvolles Ensemble aus dem 19. Jahrhundert, leider wuchs er nach der Wende fast zu und ähnelte eher einem Dschungel als einem Landschaftspark. 2018 fanden sich KoBa Harz und die AWZ (Aus- und Weiterbildungszentrum GmbH) Halberstadt sowie die Stadt zusammen, um den Park zu retten.

In den letzten acht Monaten wurde der Wildwuchs im Park entfernt und die Sichtachsen und Baumgruppen des Landschaftsgärtners Eduard Petzold aus dem 19. Jahrhundert freigelegt.
Seltene Gehölze, wie 200 Jahre alte Solitärbäume sowie seltene Baumarten aus Südeuropa und Asien können nun wieder ihre Pracht auf der 20 Hektar großen Fläche entfalten.

Auch die Einwohner des Ortes Langenstein begrüßen die Renaturierung des Parks, der Höhlenverein möchte im Park Informationstafeln zur Geschichte sowie zum Beispiel zur Erklärung der "Branconi-Säule" aufstellen lassen.Ein besonderes Projekt soll den Baumbestand des Parkes verjüngen, es sollen "Hochzeitsbäume" gepflanzt werden.

Im Schloss soll ein Hochzeitszimmer eingerichtet werden, dann können die Brautpaare nach der Trauung im Park ihren "Hochzeitsbaum" pflanzen.


Weitere Informationen unter: Burg Langenstein,
Langenstein in Wikipedia
Maria Antoinette von Branconi in Wikipedia

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos