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Schloss Kalbsrieth

Kalbsrieth ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis und liegt an der Mündung der Helme in die Unstrut. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern; zu ihr gehört der Ortsteil Ritteburg, der als mutmaßlicher Schauplatz der Ungarn-Schlacht bei Riade im Jahre 933 angesehen wird.
Kalbsrieth war im Jahr 1426 Bestandteil der Pfalzgrafschaft Sachsen bzw. des aus ihr hervorgegangenen Amtes Allstedt. Dieses wurde 1423 kursächsisch (ernestinisch), kam 1547 an die albertinische Kurlinie und ging 1554 zurück an die Ernestiner. 1369 - 1496 wurde das Amt an die Herren von Querfurt und 1526 - 1575 an die Grafen von Mansfeld weiter verlehnt und zeitweilig an die Grafen zu Stolberg verpfändet.

Der Ortsname Kalbsrieth leitet sich von den Herren von Kalb ab, die dort seit dem 15. Jahrhundert ansässig waren, sowie von dem Wort Rieth, das für Schilf steht. Ulrich von Kalb erscheint 1454 als Käufer von Dorf und Hof Kalbsrieth und wird 1465 in einem kursächsischen Lehnsbrief als querfurtischer Afterlehensträger genannt. Die Ritter von Kalb werden auch als Erbauer einer Wasserburg in der nordöstlichen Ortslage angesehen. Wann genau allerdings diese Burg errichtet wurde ist nicht bekannt; das 15. Jahrhundert kann aber vermutet werden. Gespeist wurden die Wassergräben der Burg durch die den Ort durchfließende Helme.

Im dreißigjährigen Krieg wurde die Wasserburg durch schwedische Truppen zerstört. Um 1690 wurden die Reste der alten Burg abgerissen und ein repräsentativer Schlossbau errichtet.

Ende des 18. Jahrhunderts heiratete der Offizier Heinrich von Kalb Charlotte Sophie Juliane von Ostheim, die als Charlotte von Kalb bekannt wurde. Mit ihrem Mann auf Reisen, lernte sie 1784 Friedrich Schiller kennen, unterhielt mit ihm eine enge Beziehung und führte ihn in höhere Kreise ein.

Durch die andauernde Beziehung zu Schiller bekam Charlotte Kontakt zu weiteren großen Dichtern ihrer Zeit und freundete sich mit ihnen an; so mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin und Jean Paul. Zeitweise wohnte sie auch auf dem Gutsschloss Kalbsrieth, dem Besitz ihres Schwiegervaters, des Kammerpräsidenten zu Sachsen-Weimar, Karl Alexander von Kalb. Dort waren auch Goethe und Schiller mehrmals zu Gast; diese beiden großen Dichter inspirierten Charlotte von Kalb wohl auch besonders stark, selbst schriftstellerisch tätig zu werden.

Die Familie von Kalb hatte aber keine glückliche Hand in finanziellen Dingen. Aus diesem Grund musste sie im Jahr 1821 das Schloss Kalbsrieth an das Adelsgeschlecht von Wolzogen veräußern. Das Schloss wurde danach im klassizistischen Stil der Goethezeit umgestaltet und mit einer Sammlung von Kunstwerken ausgestattet. In dieser Zeit wurde auch der als Landschaftspark angelegte gut 3 Hektar große Schlossgarten errichtet, der weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten ist. Im Jahr 1908 kam das Gutsschloss in den Besitz des Arterner Bankiers Hans Büchner, in dessen Besitz es bis zur Enteignung im Jahr 1945 verblieb. Nach Kriegsende wurde das Schloss als Wohnung für Übersiedler bereitgestellt, die wertvolle Ausstattung, Türen, Fenster, Öfen und Stuckaturen als Merkmale der klassizistischen Innenarchitektur gingen dabei verloren. Ein Förderverein bemüht sich seit der Wende um die Erhaltung des Parks und des Schlossgebäudes, einem schlichten, zweigeschossigen, verputzten Bruchsteinbau auf kreuzförmigem Grundriss.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos