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Die Reitlingsbefestigungen bei Braunschweig

Der Elm ist ein 25 km langer, 3 bis 8 km breiter, maximal 323,3 m hoher und bewaldeter Mittelgebirgszug südöstlich von Braunschweig, in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel. An seiner westlichen Schmalseite, bei Erkenrode, schneidet tief das Tal der Wabe ein, die dort entspringt. Das Tal wurde 1260 erstmals urkundlich als Rethlinge und schon fünf Jahre später in der heutigen Schreibweise als Reitling erwähnt. Der Name leitet sich von reid für die Pflanze Riedgras ab. Solche Pflanzenbestände zeigen an, dass der Talgrund mit dem darin fließenden Bach Wabe ursprünglich sumpfig war. Das Reitlingstal endet nach rund 3 km in einem weitläufigen Talkessel. Auf den Höhen über diesem Tal liegen drei Burgen – der Wortgarten, die Krimmelburg und die Brunkelburg.
 

Im Nordwesten liegt der Wortgarten, der Rest einer ehemaligen Rundwallanlage mit Wall und Graben. Die ehemals kreisrunde Anlage ist im Laufe der Jahrhunderte stark verwaschen; hinzukommt, dass sie 1885/86 bis zur Hälfte abgetragen wurde. Die Innenfläche dieser Anlage hatte ursprünglich einen Durchmesser von etwa 120 m. Das Wallprofil und auch die Böschung zeigen einen inneren Steinkernbau, der nur zum Teil mit Mörtel verbunden ist. Die unteren Schichten des Walls bestehen aus auffallend schweren Platten, die nach oben immer leichter werden. Darüber hat sich ein lehmiger Humus gebildet, der teilweise eine Stärke von bis zu 3 m erreicht. Auf ihm wachsen heute Buchen – das Wahrzeichen des gesamten Elms. An der Westseite soll einstmals ein gemauertes steinernes Tor gelegen haben. Bis zur Hälfte ist es 1855 und der Rest später gänzlich fortgeräumt worden. Einzelne Teiluntersuchungen haben ergeben, dass die aufgefundenen Scherben zwei Zeitperioden zugeordnet werden können: der Zeit um Christi Geburt sowie dem 9./10. Jahrhundert. Seiner geografischen und strategischen Lage nach könnte diese Anlage eine Art Vorburg für die Krimmelburg gewesen sein.

Die Krimmelburg liegt nordöstlich vom Wortgarten – im Norden des Reitlingsvorwerkes „im Evesser Landholz“ – auf einer 312m hohen Bergkuppe, dem sogenannten Burgwall. Diese Anlage gliedert sich in zwei Teile: die nierenförmige, östliche Hälfte und die südwestliche rechteckige Hälfte. Beide Teile gehen nahtlos ineinander über. Die Gesamtlänge des großen Innenraumes beträgt etwa 312 m, die Breite im Osten 100 m und im Westen 52 m. Am Übergang vom Ost- zum Westteil der Burganlage liegt das Castrum, ein erhalten gebliebenes quadratisches Stück des Plateaus. Die Bebauung der Anlage ist nicht zweifelsfrei geklärt. Es wird vermutet, dass dieses Castrum erst von den Deutsch-Ordens-Rittern in die Krimmelburg eingebaut wurde und dass dieser Bau nicht vollendet wurde. Die Wallhöhe beträgt bis zu 4,6 m bei einer Grabentiefe von bis zu 2,6 m. Die Anlage ist an drei Seiten durch einen Wall mit Graben bewehrt. Eine Seite liegt an einem Steilhang, der einen natürlichen Schutz bot.

In den Jahren 1905 sowie 1954/55 wurden an der Anlage Grabungen durchgeführt, in deren Ergebnis drei getrennte Bauphasen der Wallanlage sowie eine weitere Nutzungsphase festgestellt werden konnten.

Funde bei den genannten Grabungen waren Keramikscherben aus der vorrömischen Eisenzeit. Die ersten beiden Bauphasen sind in die Zeit noch vor dem 1. Jahrhundert v. Chr. einzuordnen, denn zu dieser Zeit endete auch die Nutzung. Spuren einer dritten Bauphase fanden sich erst aus der Zeit des frühen Mittelalters im 7. und 8. Jahrhundert. Dabei wurden zum Wallbau Steine verwendet, aus denen eine Trockenmauer auf dem Wall entstand. Im Hochmittelalter um 1300 gab es die letzte Nutzungsphase. Nördlich der Krimmelburg befinden sich die sogenannten Wendehai-Wälle, die wohl den Zugang zur Burganlage schützen sollten.

Im südlichen Teil des Reitlingstales liegt die Brunkelburg, südlich vom Wortgarten und südwestlich von der Krimmelburg. Diese Wallburganlage ist die mit Abstand größte der drei Befestigungsanlagen. Die Brunkelburg misst etwa 575 m in der Länge und etwa 190 m in der maximalen Breite. Gelegen ist sie auf einem 310 m hohen Berg mit dem Namen Kuxberg. Die Anlage ist natürlicherweise nach Nordnordosten sowie nach Südwesten durch einen Steilabfall geschützt, der von einem niedrigen Wall begrenzt wird. Die etwa 190 m lange Breitseite auf der Hochfläche ist mit einem doppelten Wall-Graben-System geschützt worden. Die Wallhöhe beträgt noch heute ungefähr 4 m, der Graben hat eine Tiefe von etwa 2 m. In diesem Wallabschnitt wurden die Reste eines Haupttores und eines Nebentores gefunden. Erwähnenswert ist außerdem, dass von der Brunkelburg nordwärts, den Hang hinunter, zwei Parallel-Wälle auf den Wabebach zulaufen. Es wird vermutet, dass der Weg zwischen den Wällen der Burgbesatzung zum Wasserholen diente.

Die heutigen Erkenntnisse zur Brunkelburg beruhen weitgehend auf den gewonnenen Erkenntnissen einer Grabung aus dem Jahr 1905 durch P. Kahle und H. Lühmann. Wie bei der Krimmelburg wurden auch hier mehrere Bauphasen festgestellt. Der Baubeginn der Anlage wurde aufgrund eines gefundenen Bronzeringes auf die ältere vorrömische Eisenzeit datiert. Dabei gab es zunächst nur einen etwa 1 m hohen Wall als Mergelaufschüttung und einen 1 m tiefen Graben. In der zweiten Bauphase wurde der Wall auf 2 m erhöht und erhielt einen Palisadenzaun. In der dritten Phase wurde die Befestigung durch einen zusätzlicher Außenwall und einen imposanten Graben von 11 m Breite verstärkt.

Am Ende des Reitlingtales, zu Füßen der drei Wallburgen, liegt ein ehemaliges Vorwerk. Dieses soll ein Rittersitz der Herren von Asseburg gewesen sein, welchen sie als Lehen vom Bistum Halberstadt erhalten hatten. Im Jahr 1266 hatte das Bistum die dortige Anlage dem Deutschen Ritterorden übertragen, sie wurde jedoch bald darauf wieder aufgegeben. Im Jahr 1840 soll die Umwallung dieser Burg noch erhalten gewesen sein, wurde dann aber bald abgetragen. Der Eingang soll über eine im Norden befindliche Zugbrücke geführt haben.

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
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Taschenbuch: 14,99 €
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