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Die Numburgen bei Kelbra

Badra ist ein Ortsteil der Gemeinde Kyffhäuserland im thüringischen Kyffhäuserkreis. Dort, am Rande der Helmeniederung, im Bereich der südlichen Goldenen Aue, westlich des Kyffhäusergebirges, liegen die drei Numburgen: Numburg-Ostkuppe, Numburg-Schlossberg und Numburg-Westkuppe. Am nördlichen Rande einer Hochfläche bzw. auf den Kuppen eines west-ost-verlaufenden Kammes des Dolomit- und Gipsgebirges mit Namen Badraer Schweiz, knapp 2 km nördlich von Badra entfernt, liegen jene drei Befestigungsanlagen, die Numburgen genannt werden.

Die westlichste von ihnen, die in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet liegt, heißt Numburg-Schlossberg. Sie ist die flächenmäßig größte Anlage dieses Burgentrios und liegt in 240 Meter ü. NN auf einer Bergzunge, deren Spitze in Richtung des heute mit einem Stausee gefluteten Vorlandes ragt.

Vom Tal her durch eine tiefe Schlucht oder von Badra her, noch nördlich eines frei stehenden Sendemastes, kann man auf den Schlossberg gelangen. Er ist zu drei Vierteln mit Schlehengestrüpp bestanden und teils unübersichtlich. Der Saumpfad führt nordwärts in die Anlage unter Querung eines nach Westen verlaufenden Walles, der dann nach Norden einbiegt. Der Wall ist – entgegen F. Stolberg – ohne Graben, über die höchste Stelle des Burggeländes sich hinziehend. Der Burgdurchmesser beträgt etwa 100 x 110 m.

Das Besondere am Schlossberg ist jedoch die Ruine der mittelalterlichen
St. Peter- und Paul-Kapelle. Man findet sie in der Mitte der Burg-Nordseite etwa 15 m vom steilen Nordrand rechts neben dem Saumpfad. Dichter Schlehenbewuchs verhindert einen klaren Überblick, doch sind zwei längere ost-west-gerichtete Mauerzüge und eine freigelegte winkelförmige Mauer klar zu erkennen. Eine halbrunde Apsis und einen ehemaligen quadratischen Glockenturm sowie Nebengelasse erwähnt F. Stolberg außerdem.

Der Name St. Peter und Paul spricht für eine alte, vorchristliche Kult-Tradition an diesem eigenartigen Ort. Noch im hohen Mittelalter war St. Peter und Paul das Ziel von Wallfahrten, was die Missbilligung seitens der Geistlichkeit (Erzbischof Werner von Mainz, Urkunde vom 18. April 1466) erregte.

Etwa 30 m östlich der Ruine verläuft ein etwa 25 m langer Wall mit Graben.
F. Stolberg sieht darin eine „Kernburg“. Wall und Graben, wenig ausgeprägt, messen zusammen nur 6,5m im Profil. Wir möchten eher an eine Umgrenzung entweder der alten Kirche oder eines älteren Heiligtumes denken; dieser Wall findet westlich der Ruine seine Entsprechung in zwei parallel verlaufenden Böschungen.

Der Besuch der beiden anderen, weiter östlich gelegenen Numburg-Befestigungen kann am besten durch den Aufstieg in einem östlichen Seitental unterhalb des Schlossberges geschehen, etwa 500 m weit bis zu einer hochgelegenen Bergwiese. Sogleich rückwärts gewandt, erreicht man nach kurzem Weg die kleine Befestigung Numburg-Ostkuppe auf einem Bergkamm in 277 m ü. NN. Zunächst erkennt man eine nord-süd-gerichtete Böschung von etwa 20m Länge, westwärts dann einen Wall mit Vorgraben und schließlich einen dritten Wall. Gleich danach sieht man eine rundlich-viereckige Grube, offensichtlich die Ausbruchsvertiefung des ehemaligen Bergfrieds – so F. Stolberg. Dieser erwähnt die drei Erdwälle jedoch nicht.

Der weitere Weg zur 200 m entfernten Befestigung Numburg-Westkuppe ist infolge von Dornengestrüpp praktisch unbegehbar; vielleicht gelingt ein Zugang direkt unterhalb vom Tal aus. Die Anlage besteht aus zwei nahe beieinander gelegenen Querwällen mit Vorgraben. Innerhalb des kleinen Burgplatzes befinden sich die Grundmauern eines quadratischen, etwa 5 x 5 m messenden Turmes, analog jenem auf der Ostkuppe.

Die gesamte Anlage der drei Numburgen vermittelt einen seltsam geheimnisvollen Eindruck. Fast nichts von dieser Anlage ist bekannt, die neben ihrer Schutzfunktion für einige Siedlungen im Nahbereich auch die Kontrolle einer hier aus der Goldenen Aue nach Süden führenden Altstraße zu leisten hatte. Im Jahr 1116 wurde die Anlage erstmals erwähnt, wer sie erbaut hat und wann sie aufgegeben wurde berichtet uns keine Quelle.

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos