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Gutschloss Alt Wallmoden

Wallmoden ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften Alt Wallmoden, Bodenstein und Neuwallmoden.

Bereits im Jahr 940 wurde Alt Wallmoden in einer Zusammenstellung der Güter des Klosters Ringelheim genannt. 1016 wird in einer Urkunde von Kaiser Heinrich II. erstmals eine „curtis Walmonthen“ genannt. In diesem Dokument bestätigte der Kaiser, dass Bischof Meinwerk von Paderborn seinen Herrenhof Alt Wallmoden der bischöflichen Kirche Paderborn schenkte. In der Folge war Alt Wallmoden Lehen des Paderborner Bistums. Weiterer Grundbesitz in den folgenden Jahrhunderten in Alt Wallmoden ist für das Bistum Hildesheim sowie für die Klöster Goslar-Neuwerk, Riechenberg und Ringelheim nachgewiesen.

Im Jahr 1134 wird erstmals ein eigener Adel genannt. Tidelius von Wallmoden war ein Ministerialer von Welfenherzog Heinrich dem Löwen. Um Tidelius, der im Volksmund Thedel Unvorferd (der Unerschrockene) genannt wurde, ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Der Goslarer Magister Georg Thym – ein Schüler Melanchthons – hatte diese Ende des 16. Jahrhunderts gesammelt und in einer hochdeutschen Dichtung veröffentlicht.

Die Burg war fortan, bis auf eine Unterbrechung von 1311 - 1370, im Besitz der Herren von Wallmoden. In der genannten Zeitspanne musste das Geschlecht von Wallmoden die Burg an das Bistum Hildesheim verpfänden. 1370 konnte es dann den Familiensitz wieder auslösen und ihn bis heute halten. Das Adelsgeschlecht von Wallmoden ist somit das einzige der Harzregion, das auf seinem Ursprungssitz verblieben ist.

Im Jahr 1517 wurde auf der Burg eine Burgkapelle errichtet. 1559 kam es zu einer Teilung des Güterbesitzes der Familie. Jasper von Wallmoden erhielt die Obere Burg mit dem oberen Vorwerkshof und Thedel von Wallmoden erhielt den sogenannten mittelsten Vorwerkshof mit Pforthaus, Schäferei und Garten. In Folge dieser Teilung, in der sich das Geschlecht in zwei Linien aufspaltete, die Oberhaus und Unterhaus genannt wurden, kam es zu reger Bautätigkeit. Im Jahr 1673 bildete sich noch eine dritte Linie heraus, die sich nach dem Gut Heinde benannte. Im Jahre 1825 erlosch mit dem Tod von Rittmeister Karl Heinrich Christoph von Wallmoden die Linie Oberhaus. In der Folge wurde das Stammgut wieder vereinigt.

Über die Baugeschichte der Burg liegen nur wenige spärliche urkundliche Hinweise vor. Wann die Burg Alt Wallmoden auf der alten curtis Walmonthen errichtet wurde ist nicht überliefert, was auch für die Bauherren gilt. Der Bau dürfte aber wohl zeitlich in die Mitte des 11. Jahrhunderts einzuordnen sein. Die Burganlage liegt auf 132 m über NN am Beginn der Innerste-Niederung zu Füßen des Vorberges im Ostteil des Dorfes. Die ovale Anlage von 70 x 180 m war ursprünglich als Wasserburg angelegt worden, wovon die umschließenden Wassergräben zeugen. Gespeist wurde das Grabensystem von einer nördlich gelegenen Quelle. Die Anlage war in der Mitte durch einen Quergraben geteilt, der „Oberhaus“ und „Unterhaus“ trennte und heute zugeschüttet ist. Dieser Graben wurde wohl nach der Linienaufspaltung im Jahr 1559 errichtet. Dem Gutshof westlich vorgelagert deutet sich eine ehemalige Vorburg an.

Den Nordteil im „Oberhaus“ nimmt eine dreiflügelige Schlossanlage ein, südlich davor liegt ein offener Hof. Der Mittelflügel ist der Hauptbau dieser Anlage und wurde 1579 errichtet. Er verfügt über einen massiven, gewölbten Keller sowie reich geschmückte Fachwerkgeschosse in Renaissance-Holzbauweise. An ihn angebaut ist ein achteckiger Wendeltreppenturm. Der Ostflügel stammt aus dem Jahr 1628 und weist ein Kellerportal mit Löwenköpfen auf. Die Galerie, die beide Flügel verbindet, wurde im Jahr 1738 errichtet.

Das „Unterhaus“ ist geprägt von einem massiven, rechteckigen Wehrturm der wohl aus dem 14. Jahrhundert stammt. Dieser hat einen Querschnitt von 12 x 13,75 m, seine Mauerstärke beträgt 2 m und er ist 9,60 m hoch und besaß Schießscharten. Im 16. Jahrhundert wurde der Wehrturm umgebaut, wie die rechteckigen Fenster mit Kreuzpfosten zeigen. An den Turm war das heute nicht mehr vorhandene Unterhaus angebaut.

Nach dem Aussterben der Oberhaus-Linie war Thedel Friedrich Christoph von Wallmoden der erste Besitzer des wiedervereinigten Gutes. Er ließ im Jahr 1833 auch den dritten Flügel des Herrenhauses anbauen. Den darin errichteten „Thedel-Saal“ ließ dessen Sohn Thedel Albrecht im Jahre 1855 durch den Hildesheimer Maler Albrecht ausschmücken. Auch der Parkanlage des Anwesens geht auf diesen Thedel Albrecht zurück.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

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