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Die Heimburg

Diese Burg zählt zu den mythischsten Burgen des Harzes. An einem strategisch unvergleichbaren Ort, bot sie einen grandiosen Blick in das nördliche Harzvorland. Einem Brückenkopf gleich, thronte sie auf einer hervorgehobenen, 277 Meter über Normalnull liegenden, Bergkuppe nördlich des Dorfes Heimburg bei Blankenburg. Erstmals genannt wird die Burg durch Lambert von Hersfeld in seinen Annalen, in denen er den Burgenbau von Heinrich IV. aus dem Jahr 1073 verzeichnete.

Aber es kann angenommen werden, dass an jener Stelle schon eine vor- oder frühgeschichtliche Burg gestanden hat. So wird sie für die Zeit der Völkerwanderung von einigen Forschern, allen voran Dr. Ritter-Schaumburg, als eine Örtlichkeit der Nibelungensaga genannt. Gesicherter erscheint, dass bereits zur Zeit der Karolinger dort eine Burg entstanden ist. Auch deutet der Burgname „Altenburg“ oder „Alteburg“ auf eine Burg vor Heinrich hin.

Aber ihren Eintritt in die Geschichtsforschung fand sie erst durch Lambert von Hersfeld. König Heinrich der IV., der wegen seines Regierungs- und Politikstils wohl umstrittenste Herrscher des Mittelalters, hatte sie großzügig und robust erbauen lassen, so wie es für den Stil einer salischen Reichsburg üblich war. Doch dann überwarf sich Heinrich IV. mit den ansässigen Sachsen, der Zwist gipfelte im Sachsenkrieg und in diesem wurde die Heimburg durch die aufrührerischen Sachsen im Jahr 1073 zerstört. Die Burg kann also noch nicht lange fertig gestellt gewesen sein, denn Heinrich wurde erst im Jahr 1050 geboren und 1053 erstmals gekrönt.

Nach dieser Zerstörung muss sie gleich wieder aufgebaut worden sein, denn 1115 wurde sie durch die Sachsen ein zweites Mal zerstört. Im Jahr 1123 wurde sie erneut aufgebaut, diesmal vom Bischof Reinhard von Halberstadt. Das führte zu einem ernsthaften Zerwürfnis zwischen Bischof Reinhard und Herzog Lothar von Supplinburg. In diesem Streit vermittelte und schlichtete dann der Erzbischof von Mainz. Lothar bekam vom Bischof die Heimburg übergeben, um sie zu schleifen. Es ist zu bezweifeln, dass er dies tat, denn sie war schon bald nach seinem Tode als wohlerhaltene und bewehrte Burg im Besitz seiner Erben.

Erstmals genannt wird der Ministerialen-Adel „de Heimburg“ im Jahr 1143 als Lehensträger des jungen Heinrich des Löwen. Nach dessen Sturz kam die Heimburg wieder in Reichsbesitz unter Friedrich Barbarossa. Aber bereits im Jahr 1181, nach dem Richterspruch des Erfurter Reichtages, erhielt Heinrich einen Teil seiner Güter zurück, darunter auch die Heimburg, die fortan welfisch war. Bis zum Jahr 1267 waren dann die Herren von Heimburg Burgherren. Dann muss ein Ereignis eingetreten sein, dass die Grafenbrüder Ulrich und Albrecht von Regenstein zu den Burgherren gemacht hat. Eine Klärung dieses Ereignisses scheiterte bisher an der dünnen, unklaren Urkundenlage, aber es wird ein Kampf vermutet. Fortan trugen die Regensteiner auch den Namen Grafen von Regenstein-Heimburg.

Weitere geschichtliche Fakten zur Heimburg sind mir nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass die Regensteiner die Burg im 14. Jahrhundert nicht mehr bewohnten und sie so langsam in Verfall geriet. Im Jahr 1650 stellte Merian sie bereits als Ruine dar. Um zu neuen Erkenntnissen um die Heimburg zu kommen wären sicher neue Grabungen erforderlich, die letzten fanden von 1891 bis 1894 statt, da steckte die Archäologie noch in den Kinderschuhen.

Die Heimburg muss einmal eine mächtige Burg gewesen sein, deren Gesamtanlage sich über ungefähr 140 x 230 Meter erstreckte. Burganlage wie auch Kern- und Unterburg hatten einen ovalen Querschnitt nach romanischem Schema. Eine mächtige Ringmauer umschloss die Kernburg mit ihren Abmaßen von 35 x 60 Metern. In der Ruine sind heute noch bis zu 10 Meter hohe Abschnitte der Ringmauer erhalten und auch Reste des Bergfrieds. Von der Unterburg sind auch nur noch Reste von Burgmauern, Keller und Torzwinger zu sehen sowie umfangreiche Wälle und Gräben.

Weitere Informationen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Heimburg

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2010

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen