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Burg Oberröblingen

Öberröblingen an der Helme, das bis zum Jahr 2005 eine eigenständige Gemeinde war, ist heute ein Stadtteil von Sangerhausen.

Die Ortschaft hat ein sehr hohes Alter, erstmals erwähnt wurde sie im Hersfelder Zehntverzeichnis (881 - 899) als Rebiningi im Friesenfeld. Von einer Burg aber wurde in diesem Dokument nicht berichtet. Der Ort gehörte im Jahr 1029 zum Burgward Wallhausen, wie eine Schenkungsurkunde von Kaiserin Adelheid aussagt. Im Jahr 1134 gab es bereits einen eigenen Adel, ein Volrad von Roblingen wird genannt. Heimatforscher Karl Meyer vermutete, dass Graf Friedrich von Klettenberg dort eine Burg erbaut hatte, auf der er als letzter seines Geschlechtes wohnte. Zuvor hatte er die Reste der Grafschaft Klettenberg und alle Reichslehen seiner Familie an die Grafen von Hohnstein verkauft und die übrigen Besitzungen und Rechte an die umliegenden Klöster Ilfeld, Kapelle, Kelbra und Walkenried veräußert. Nach Wäscher gab es aber wohl zuvor schon eine Turmhügelburg, die mit dem Dorf etwa zeitgleich war. Graf Friedrich von Klettenberg starb nach 1279; ab dem Ende des 13. Jahrhunderts werden nunmehr die Stolberger Grafen als Besitzer der Burg genannt. Diese besaßen ab dem Jahr 1311 von den Halberstädter Bischöfen das Lehen über „die Dörfer Rieth“ und ab 1316 von „Widenhorst“. Die Einkünfte aus diesen Dörfern unterstellten sie ihrer Burg Rebeningen, für die sich allmählich der noch heute gebräuchliche Name Oberröblingen im Unterschied zu Niederröblingen durchzusetzen begann. So entstand das Burgamt Röblingen.

Graf Heinrich zu Stolberg betrachtete Röblingen als allodialen Besitz und gab diesen im Jahr 1392 dem Landgrafen Balthasar von Thüringen zu Lehen. Dieser verpflichtete sich als Gegenleistung, dass dieses Amt, neben den Ämtern Ebersberg und Roßla, beim Tode des Grafen Heinrich – ohne Hinterlassung von männlichen Erben – auch an dessen Töchter fallen sollte. Dies führte zu einem Erbstreit nach Heinrichs Tod, denn der nächst-erbberechtigte Sohn des Mannesstammes, Graf Heinrich (Sohn des Grafen Otto II. zu Stolberg), machte seine Ansprüche geltend und nahm diese drei Ämter ohne Widerspruch des Lehnsherren ein. Dessen Erbe wiederum, Graf Botho zu Stolberg, zog das seinen Besitzungen näher gelegene Schloss Hohnstein dem Schloss Röblingen vor und verpfändete letzteres an die Herren von Heldrungen.

Damit waren die Erbstreitigkeiten um das Amt Röblingen aber noch nicht beendet. Durch die Erbverbrüderung von 1433 hatten die Grafen von Hohnstein und von Schwarzburg einen Anspruch auf Röblingen für den Fall, dass die stolbergischen Lehnsträger in männlicher Linie aussterben würden. Herzog Wilhelm von Sachsen erneuerte diesen Anspruch auf dem Landtag von Weißensee am 8. Januar 1446 gegenüber Graf Heinrich von Schwarzburg nochmals. Für treue Dienste belehnte der Herzog den Grafen Botho zu Stolberg wenige Monate später, am 28. Juli 1446, mit dem Gericht und einem Teil der Gerechtsame, die er als Landgraf von Thüringen bisher im Schloss und Dorf Röblingen besessen hatte.

Die Stolberger Grafen kamen aber gegen Ende des 15. Jahrhunderts in große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Als Folge beurkundete Herzog Georg von Sachsen am 22. März 1504, dass ihm Graf Heinrich d. Ä. und seine beiden Söhne Heinrich d. J. und Botho zu Stolberg aufgrund von Schulden in Höhe von 14.500 sächsischen Gulden das Schloss Röblingen mit den dazugehörigen Dörfern, die sie bisher vom Herzog zu Lehen hatten, verkauft haben. Zehn Jahre später jedoch kam der Herzog in Geldnöte und überließ, mit einer Wiederkaufsklausel auf sechs Jahre, dem wirtschaftlich nun erfolgreich agierenden Grafen Botho zu Stolberg das Amt und Schloss Röblingen. Die Einlösung des Amtes Röblingen durch Herzog Georg von Sachsen erfolgte allerdings fristgemäß im Jahr 1520. Er gliederte es seinem Amt Sangerhausen an, bei dem es bis 1815 blieb, bevor es an das Königreich Preußen fiel.

Bei der Burganlage Öberröblingen, auch Schlösschen genannt, handelt es sich um eine Niederungsburg mit ehemaligen Wassergräben und Wall. Es ist eine Rundburg mit einem aufgeschütteten Burghügel von etwa 35 Meter Durchmesser auf einer Insel zwischen Helme und Mühlbach. Die hinterfüllte Ringmauer ist in einer Höhe von etwa 3 Meter erhalten. Von den Gebäuden innerhalb der Mauern sind keine Spuren sichtbar. Die Burganlage wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig durch Feuer vernichtet. In den Jahren 1794/95 wurde dann noch der „alte Schloss-Turm“ abgerissen.

Auf dem Burghügel befindet sich heute ein neuzeitliches Wohnhaus, welches um 1800 errichtet wurde – wohl mit Material der alten Burganlage. Die Gräben sind jetzt fast vollständig zugeschüttet und das Gelände ist derzeit zu Pferdehof-Land geworden. Der östlich liegende Gutshof war wohl der Standort einer ehemaligen Vorburg.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos