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Burg Bodenhausen

Burg und Dorf Bodenhausen haben kaum Spuren hinterlassen; von der Burganlage zeugen nur noch die mächtigen Burggräben, das Dorf selbst ist schon lange wüst. Die Wüstungen von Burg und Dorf liegen am Westrande des Reinhäuser Waldes, 9 km südsüdöstlich von Göttingen. Die letzten baulichen Reste des Dorfes, die Ruine der Kirche, wurden im Jahr 1810 abgebrochen.

Etwa 300 Meter vom ehemaligen Dorf entfernt führt vom Waldrand, auf dem rechten Ufer des Reinbaches, ein Weg auf eine flache dreieckige Erhebung von etwa 7m Höhe und 150 m Umfang. Dies ist das Areal der Burg Bodenhausen. Im Westen, Süden und Osten war die Burg durch einen Burggraben geschützt, der zum Teil tief in den anliegenden Bundsandstein geschlagen ist. Nach Norden sichert ein Steilhang die Anlage, wo auch ihre Spitze lag. Vorgeschobene Bollwerke scheinen die Ecken der Burg besonders geschützt haben, die angepasst an den Burghügel eine dreieckige Form hatte. Noch zu erkennen sind wohl die Reste des Bergfrieds in Form eines kleinen Hügels. Eine Zugbrücke schützte vermutlich das im Osten befindliche Burgtor.

Diese Burganlage war der Stammsitz der Herren von Bodenhausen. Als erster Vertreter seines Geschlechtes wurde im Jahr 1101 Ardimarus de Bodenhusen bezeugt. Vielleicht waren sowohl die Herren von Bodenhausen, als auch die Herren von Hanstein Zweige des rheinischen Geschlechtes von Saulheim. Alle drei Adelsgeschlechter führen nämlich drei Mondsicheln im Wappen. Angeblich kamen zwei Vertreter der Saulheimer mit einem Mainzer Bischof in das Eichsfeld; der eine erhielt den Hanstein, der andere Bodenhausen. 

Die welfischen Herzöge belehnten, urkundlich belegt, erstmals im Jahr 1318 die Herren von Bodenhausen mit der Schutzherrschaft über das Dorf Bodenhausen. Es wird angenommen, dass zu jener Zeit die Burg Bodenhausen errichtet wurde. Seit 1428 wurden die Bodenhausener von den Herren von der Plesse mit dem Dorf Bodenhausen, sowie 2 Hufen Land daselbst, belehnt.

Im Jahr 1396 geriet Günter von Bodenhausen in eine Fehde mit der Stadt Göttingen, in deren Ergebnis die Burg im Frühjahr zerstört wurde. Im Jahr 1400 geriet der Kurfürst von Mainz mit dem Landgrafen von Hessen in Streit und begann gegen diesen zu rüsten. Dafür verbündete er sich unter anderem mit den Herren von Bodenhausen. Diese nahmen zu ihrer eigenen Sicherheit die zerstörte Burg Bodenhausen vom Mainzer Kurfürsten zu Lehen. Noch im Jahr 1400 begann der Kurfürst an der südlich gelegenen Anhöhe mit dem Wiederaufbau der Burg. Mehrfach versuchten in der Folge die Mainzer Kurfürsten mit den Herren von Bodenhausen die Burg wieder aufzubauen und als Bollwerk gegen die Landgrafen und die welfischen Herzöge zu etablieren. Alle Versuche scheiterten jedoch, durch Übergriffe und Verwüstungen wurde die Burg nie fertiggestellt.

Im 16. Jahrhundert führten die Herren von Bodenhausen Prozesse vor dem Reichskammergericht mit dem Ziel, von den welfischen Herzögen die Genehmigung zum Wiederaufbau zu erhalten. Diese Prozesse zogen sich bis zum Ende des 17.Jahrhunderts hin. Im Jahr 1692 wurde dann ein Grenzvertrag zwischen den Mainzer Kurfürsten und den welfischen Herzögen geschlossen, in dem Bodenhausen an die Welfen fiel – damit war die endgültige Entscheidung zu Ungunsten der Herren von Bodenhausen gefallen. Nachdem das Dorf Bodenhausen bereits ab 1365 wüst geworden war, traf das gleiche Schicksal dann auch die Burg. Die Bodenhausener gaben ihren alten Stammsitz auf und zogen nach Niedergandern um, wo sie mit Zustimmung von Herzog Erich eine neue Burg errichteten.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos