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Die Ackeburg im Selketal

Es ist ein Insiderplatz, dort wo die Ackeburg einst thronte. Gelegen auf einer aus einer Hochfläche vorspringenden Bergnase auf 334 Meter über Normalnull war und ist es ein idealer Platz, um das untere Selketal zu überblicken. Direkt neben der Ackeburg befindet sich heute ein Aussichtspunkt, der Selkesicht genannt wird. Die Selkesicht liegt hoch über dem Selketal, über seinem linken, nördlichen Ufer.

Gegenüber in südöstlicher Richtung thront die Burg Falkenstein in direktem Sichtkontakt. Ackeburg und Selkesicht liegen etwa 3,5 Kilometer südwestlich von Meisdorf. Der Weg dorthin führt über den ausgewiesenen Wanderweg mit Namen „Meisdorfer Trift“, von diesem zweigt in südliche Richtung ein Stichweg (Sackgasse) zur Ackeburg ab. Der Weg lohnt sich, erwarten den Wanderer doch wunderschöne Selketalaussichten und den Fotografen einmalige Motive. Außerdem lädt ein kleiner Rastplatz zum gemütlichen Picknick ein: dieser Standort ist auch Stempelstelle für die Harzer Wandernadel.

Von der Ackeburg sind keine überirdischen Baulichkeiten mehr vorhanden. Nur die Gräben und Wälle legen noch Zeugnis von der einstigen Burg ab. Auch ein Dorf soll einstmals zu Burg gehört haben, aber auch davon gibt es keine Zeugnisse mehr. Die einstige Hauptburg hatte einen Durchmesser von etwa 30 Meter und stand auf einer nach allen Seiten abfallenden Fläche. Darüber, Richtung Hochfläche, stand eine etwa 11 Meter breite Vorburg.

Die historischen Quellen berichten von einem Adelsgeschlecht de Ackenborch im 13. Jahrhundert und davon, dass dieser niedere Adel Lehensmänner der Grafen von Falkenstein waren. Bereits ab dem 14. Jahrhundert gibt es keinen Hinweis mehr auf die Burganlage, nur noch die Flurbezeichnung Ackeborch wird erwähnt. Der Forst kam dann in den Besitz derer von Buggerode und seit Mitte des 18. Jahrhunderts an die Grafen von Asseburg. Mehr gibt es über die Ackeburg leider nicht zu berichten.

>>> Gastgeber in Meisdorf

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen